Proverbia Iuris

Index Librorum Prohibitorum

Index Librorum Prohibitorum – der Index der verbotenen Bücher – war eine Liste von Büchern und Schriften, die von der katholischen Kirche als häretisch beurteilt wurden.

Bücher, die im Index standen, durften von Katholiken ohne besondere Genehmigung der kirchlichen Autoritäten …

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Infra correcturam

Infra correcturam (i.c.) – unterhalb der Korrektur – ist ein Korrekturvermerk, wenn der Korrektor der Ansicht ist, dass die zu bewertende Arbeit die Anforderungen so deutlich verfehlt, dass es sinnlos ist, sie bis zum Ende zu korrigieren.…

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Ipse dixit

Ipse dixit (Αὐτὸς ἔφα) – er selbst hat es gesagt – beendet eine Diskussion dadurch, dass betont wird, die Behauptung stamme von einer Autorität.

Ipse dixit – quasi im Sinne von Magister dixit, der Meister hat es gesagt – ist …

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Ius divinum

Ius divinum – das göttliche Recht – bezeichnet jene Rechtsnormen, die von der eine Rechtsordnung beherrschenden Religion als durch eine göttliche Instanz erlassen angesehen werden und die damit als unabänderlich gelten.

Ius divinum in der Rechtsgeschichte

Bereits in der griechischen …

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Ius honorarium

Ius honorarium – das Recht des Amtes – bezeichnet im römischen Rechtsverständnis das durch die Inhaber der republikanischen Ehrenämter, insbeondere den Prätoren, erlassene Amtsrecht.

Das ius honorarium diente dabei insbesondere der Rechtsfortbildung. Es sollte das ius civilis unterstützen, ergänzen und, …

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Ius indigenatus

Ius indigenatus – das Recht der Einheimischen – ist ein Konstrukt des preußischen Rechts, mit dem im preußischen Bund die Selbstverwaltung geregelt und der polnische Einfluss beschränkt werden sollte.

Das original in deutscher Sprache geschriebene ius indigenatus beschrieb das Bürgerrecht …

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Ius naturale

Ius naturale – das Naturrecht – bezeichnet in der Rechtsphilosophie das überpositive Recht, also dasjenige Recht, das noch über dem gesetzten (positiven) Recht steht.

Damit versteht sich die Naturrechtslehre als Gegenpol zum Rechtspositivismus. Ihr liegt die Überzeugung zugrunde, dass jeder …

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Ius primae noctis

Ius primae noctis – das Recht der ersten Nacht – soll das angebliche Recht eines mittelalterlichen Landsherren beschreiben, bei der Vermählung eines seiner Jurisdiktion unterfallenden Brautpaares die Hochzeitsnacht mit der Braut zu verbringen.

Das ius primae noctis entspringt jedoch eher …

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Ius respicit aequitatem

Ius respicit aequitatem – das Recht achtet die Gleichheit – beschreibt den Gleichheitssatz, dass alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind.

Der Gleichheitssatz beschreibt damit das naturrechtliche Prinzip, dass alle Menschen gleich zu behandeln sind, es sei denn, die Ungleichbehandlung …

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Ius respondendi

Ius respondendi ex auctoritate principis – das Recht, mit kaiserlicher Autorität eine Antwort zu geben – war das vom Kaiser an herausragende römische Juristen verliehenen Recht, auf Rechtsfragen durch rechtsverbindliche Gutachten zu antworten.

Das ius respondendi ist seit Kaiser Augustus …

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