in lingua latina
Thesaurus (Lexikon)
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Eo ipso

Eo ipso – aus sich selbst – beschreibt etwas als automatisch, ohne weiteren Grund eintretend.

Eo ipso wird oftmals verwendet, um eine Eigenschaft ohne weitere Begründung zu postulieren.

Erga omnes

Erga omnes – gegenüber Allen – kennzeichnet absolute Rechte, die nicht nur (wie etwa vertragliche Rechte) inter partes wirken, sondern gegenüber Jedermann Geltung beanspruchen.

Derartige absolute Rechte wirken zugunsten des Berechtigten und gegenüber Jedermann in eine negative und eine positive… Weiterlesen

Error in persona vel in obiecto

Error in persona vel in objecto – der Irrtum über die Person oder das Objekt – ist eine Figur der Versuchslehre im Strafrecht. Anders als beim aberratio ictus, bei dem der Täter das richtige Opfer ins Visier nimmt, dieses aber aufgrund einer Abweichung in der Außenwelt verfehlt, irrt der Täter beim „error in persona vel in obiecto“ über die Identität des Opfers. Weiterlesen

Error in procedendo

Error in procedendo – der Irrtum im vorgehen – ist ein Fehler des Gerichts, dass irrtümlich seine eigene Zuständigkeit angenommen hat.

Auch ein vom unzuständigen Gericht getroffenes Urteil ist wirksam, wenn es auch – je nach Verfahrensordnung – noch mit… Weiterlesen

Ex aequo et bono

Ex aequo et bono – nach Gleichem und Gutem, oder: nach Recht und Billigkeit – beschreibt eine dem deutschen Recht fremde Möglichkeit eines Richters, ein nach seiner Ansicht gerechtes Urteil zu sprechen, ohne sich an das Recht zu halten, sofern beide Parteien hiermit einverstanden sind.

Ex aequo et bono ist dem deutschen Recht – anders als dem angloamerikanischen common law („good and equitable“) – fremd, findet sich aber regelmäßig – in der Figur des Schiedsrichters als amiable compositeur – bei Schiedsgerichten. Weiterlesen

Ex ante

Ex ante – von vorneherein – bezeichnet eine Perspektive für die Betrachtung eines Sachverhalts: Wird ein Sachverhalt aus der Perspektive betrachtet, bevor er sich ereignet hat, erfolgt dies aus einer ex-ante-Perspektive, danach aus einer ex-post-Perspektive.

Bei einer Betrachtung ex ante entfallen alle später ablaufenden Vorgänge, die zum Betrachtungszeitpunkt noch nicht bekannt sein konnten. Die ex-ante-Perspektive untersucht damit eine Ausgangssituation. Weiterlesen

Ex nunc

Ex nunc – von nun an – schließt eine Rückwirkung aus: Wirkt ein bestimmtes Ereignis ex nunc, so tritt die Wirkung nur für die Zukunft ein und lässt bereits verwirklichte Sachverhalte unverändert.

Eine Wirkung ex nunc – also von der… Weiterlesen

Ex officio

Ex officio – von Amts wegen – beschreibt, dass eine Behörde oder ein Gericht eine bestimmte Handlung von sich aus , also auch ohne einen Antrag (oder einer anderen verfahrenseinleitenden Maßnahme) eines Betroffenen vornehmen muss.

Im deutschen Rechtswesen gilt grundsätzlich… Weiterlesen

Ex post

Ex post – im nachhinein – bezeichnet eine Perspektive für die Betrachtung eines Sachverhalts: Wird ein Sachverhalt aus der Perspektive betrachtet, nachdem er sich ereignet hat, erfolgt dies aus einer ex-post-Perspektive, davor aus einer ex-ante-Perspektive.

Bei einer Betrachtung ex post sind dem Betrachter auch alle später ablaufenden Vorgänge bekannt („Nachher ist man immer schlauer“). Ein typischer Fall hierfür ist die Beurteilung eines Sachverhalts durch den später über diesen Sachverhalt urteilenden Richter. Weiterlesen

Ex tunc

Ex tunc – von damals an – kennzeichnet eine Rückwirkung. Wirkt eine Rechtshandlung ex tunc, so ändert sie die Rechtslage auch für die Vergangenheit.

Wird beispielsweise ein Vertrag wegen Irrtums wirksam angefochten, so wird diese Anfechtung rückwirkend, so dass der… Weiterlesen