Proverbia Iuris

Ignorantia legis non excusat

Ignorantia legis non excusat – Unkenntnis des Gesetzes schützt nicht vor Strafe („Unwissenheit schützt vor Strafe nicht“) – beschreibt die Unbeachtlichkeit des Verbotsirrtums: Wer über die Strafbarkeit seines Handelns irrt, handelt trotzdem vorsätzlich, der Verbotsirrtum schließt den Vorsatz nicht aus.

Das deutsche Strafrecht hat den römisch-rechtlichen Lehrsatz „ignorantia legis non excusat“ nur eingeschränt übernommen. § 17 StGB unterscheidet danach, ob der Irrtum über die Strafbarkeit für den Täter unvermeidbar war oder nicht. Die ignorantia legis , der Verbotsirrtum schließt zwar den Vorsatz nicht aus, der unvermeidbare Verbotsirrtum lässt jedoch den Schuldvorwurf und damit die Strafbarkeit entfallen.

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Ignoratia iuris non excusat
Ignoratnia iuris neminem excusat
Ignoratia iuris nocet
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Ignorantia legis
Ignorantia facti

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