Proverbia Iuris

Ignoratnia iuris neminem excusat

Ignoratnia iuris neminem excusa – Rechtsunkenntnis entschuldigt niemanden – beschreibt eine römische Rechtsmaxime, die heute allgemein als „Unwissenheit schützt vor Strafe nicht“ zitiert wird.

Typischerweise wird dieser Rechtsgrundsatz allerdings als „ Ignorantia legis non excusat “ referiert. Dieser Rechtsgrundsatz, der in verschiedenen Formen zitiert wird, beschreibt die Unbeachtlichkeit des Verbotsirrtums: Wer über die Strafbarkeit seines Handelns irrt, handelt trotzdem vorsätzlich, der Verbotsirrtum schließt den Vorsatz nicht aus.

Das deutsche Strafrecht hat diesen römisch-rechtlichen Lehrsatz nur eingeschränt übernommen. § 17 StGB unterscheidet danach, ob der Irrtum über die Strafbarkeit für den Täter unvermeidbar war oder nicht. Die ignorantia legis , der Verbotsirrtum schließt zwar den Vorsatz nicht aus, der unvermeidbare Verbotsirrtum lässt jedoch den Schuldvorwurf und damit die Strafbarkeit entfallen.

Hier finden Sie weitere Informationen!Intervise:
Ignorantia legis non excusat
Ignoratia iuris non excusat
Ignoratia iuris nocet

Hier finden Sie weitere Informationen!
Intervise:
Ignorantia legis
Ignorantia facti

Sie sind derzeit offline!