in lingua latina
Thesaurus (Lexikon)
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Tribunica potestas

Die tribunica potestas – die Amtsgewalt des Volkstribuns – beschrieb in der römischen Republik die rechtliche Verfügungsgewalt und Handlungsvollmacht (potestas) des Volkstribun.

Die potestas im staatsrechtlichen Sinne war an das Innehaben eines entsprechenden Amtes – des Konsul, des Quästors, des Ädilen oder eben des Volkstribuns – gebunden. In der späten römischen Republik entwickelte sich jedoch die Möglichkeit, die Amtsgewalt vom jeweiligen Amt zu trennen, so dass die potestas in Ausnahmefällen auch an jemanden verliehen werden konnte, der das entsprechende Amt gar nicht innehatte. Bedeutsam -und grundlegend für die spätere Kaiserzeit- wurde dies im Falle der tribunica potestas. Nachdem Gaius Iulius Caesar die tribunica potestas übertragen worden war, beanspruchte und erhielt auch sein Nachfolger Augustus die tribunica potestas, die damit – neben der auctoritas der Kaiser- seit der Regierungszeit des Augustus -genauer: seit 22 v. Chr.- eine der grundlegenden formalen Schlüsselgewalten der römischen Kaiser bildete.

 
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