in lingua latina
Thesaurus (Lexikon)
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Gesetz

Ius indigenatus

Ius indigenatus – das Recht der Einheimischen – ist ein Konstrukt des preußischen Rechts, mit dem im preußischen Bund die Selbstverwaltung geregelt und der polnische Einfluss beschränkt werden sollte.

Das original in deutscher Sprache geschriebene ius indigenatus beschrieb das Bürgerrecht… Weiterlesen

Ius honorarium

Ius honorarium – das Recht des Amtes – bezeichnet im römischen Rechtsverständnis das durch die Inhaber der republikanischen Ehrenämter, insbeondere den Prätoren, erlassene Amtsrecht.

Das ius honorarium diente dabei insbesondere der Rechtsfortbildung. Es sollte das ius civilis unterstützen, ergänzen und,… Weiterlesen

Ius divinum

Ius divinum – das göttliche Recht – bezeichnet jene Rechtsnormen, die von der eine Rechtsordnung beherrschenden Religion als durch eine göttliche Instanz erlassen angesehen werden und die damit als unabänderlich gelten.

Ius divinum in der Rechtsgeschichte

Bereits in der griechischen… Weiterlesen

Ius respondendi

Ius respondendi ex auctoritate principis – das Recht, mit kaiserlicher Autorität eine Antwort zu geben – war das vom Kaiser an herausragende römische Juristen verliehenen Recht, auf Rechtsfragen durch rechtsverbindliche Gutachten zu antworten.

Das ius respondendi ist seit Kaiser Augustus… Weiterlesen

Leges duodecim tabularum

Leges duodecim tabularum – das Zwölftafelgesetz – ist eine in Rom um das 450 v. Chr. entstandene Gesetzessammlung. Ihren Namen erhielt diese Gesetzessammlung dadurch, dass sie auf zwölf hölzernen Tafeln verzeichnet war, die auf dem Forum Romanum ausgestellt waren.

Das… Weiterlesen

Ius civile

Ius civile – das Recht der Bürger – bezeichnet in der heutigen Rechtssprache das spezifische Zivilrecht eines bestimmten Landes.

Dagegen verstand die römische Rechtssprache unter ius civile die Gesamtheit der Rechtsnormen, die ausschließlich auf römische Bürger anwendbar waren – das… Weiterlesen

Ius naturale

Ius naturale – das Naturrecht – bezeichnet in der Rechtsphilosophie das überpositive Recht, also dasjenige Recht, das noch über dem gesetzten (positiven) Recht steht.

Damit versteht sich die Naturrechtslehre als Gegenpol zum Rechtspositivismus. Ihr liegt die Überzeugung zugrunde, dass jeder… Weiterlesen

Ius dispositivum

Das Ius dispositivum – das abbedingbare Recht – umfasst diejenigen rechtlichen Normen, die durch den Willen beider Vertragspartei (oder im Staatsrecht: einer Partei) abgeändert werden können.

Ius dispositivum, disponibles Recht, findet sich insbesondere im Zivilrecht, wo im Hinblick auf die… Weiterlesen

Ius strictum

Ius strictum – das strenge Recht – kennzeichnet eine wortgetreue Rechtsanwendung der bestehenden Gesetze ohne weitere Rücksichtnahme auf die Besonderheiten des Einzelfalls.

Ius strictum ist damit ein Recht im objektiven Sinne, das für einen eindeutigen Sachverhalt eine konkrete Rechtsfolge anordnet.… Weiterlesen

Ipso iure

Ipso iure – aus dem Gesetz – beschreibt, dass eine bestimmte rechtliche Wirkung oder ein Erfolg ohne weiteres Zutun unmittelbar kraft Gesetzes – „von Rechts wegen“ – eintritt.

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Intervise:
Ipso facto
 

De lege ferenda

De lege ferenda – nach dem noch zu erlassenden Recht – bezeichnet eine Rechtssituation, die derzeit (noch) nicht gilt, sondern erst unter einem noch zu erlassenden (geplanten oder auch nur erwünschten) Gesetz gelten wird.

Oftmals wird als de lege ferenda… Weiterlesen

Institutiones

Institutiones war der Titel zweier juristischer Lehrbücher zum römischen Recht, nämlich:

  • den Institutiones des Gaius, die in der Mitte des 2. Jahrhunderts n. Chr. niedergeschrieben wurden und später als Vorlage für die Institutiones Iustiniani dienten, und
  • den Institutiones Iustiniani, die… Weiterlesen

Usus modernus

Usus modernus – oder genauer: usus modernus pandectarum – bezeichnet eine Epoche der deutschen Rechtsentwicklung im 17. und 18. Jahrhundert.

Usus bezeichnet die längere Anwendung einer Regel, die hieraus Gewohnheitsrecht entstehen lässt. Der usus modernus schlug so eine argumentative Brücke… Weiterlesen

Corpus Iuris Civilis

Der Corpus Iuris Civilis – der „Bestand des zivilen Rechts – ist das auf Veranlassung des oströmischen Kaisers Justinian I. in den Jahren 528 bis 534 n.Chr. zusammengestellte Gesetzwerk.

Vor dem historischen Hintergrund des seinerzeit als unaufhaltsam wahrgenommenen Einflussverlustes der… Weiterlesen