in lingua latina
Thesaurus (Lexikon)
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Erkenntnistheorie

Tertium non datur

Tertium non datur – ein Drittes gibt es nicht – beschreibt den Satz vom ausgeschlossenen Dritten, oder genauer: das logische Prinzip des zwischen zwei kontradiktionsichen Gegensätzen stehenden ausgeschlossenen Mittleren.

Das “principium exclusi tertii sive medii inter duo contradictoria” ist ein… Weiterlesen

Sui generis

Sui generis – eigener Art – wird in der Rechtssprache verwendet, um einen Gegenstand in juristischen Klassifikationen beschreiben zu können, obwohl er nicht in die Formtypik passt. Mit anderen Worten: etwas ist dann “sui generis”, wenn die bisher vertrauten Begriffe… Weiterlesen

Ex ante

Ex ante – von vorneherein – bezeichnet eine Perspektive für die Betrachtung eines Sachverhalts: Wird ein Sachverhalt aus der Perspektive betrachtet, bevor er sich ereignet hat, erfolgt dies aus einer ex-ante-Perspektive, danach aus einer ex-post-Perspektive.

Bei einer Betrachtung ex ante entfallen alle später ablaufenden Vorgänge, die zum Betrachtungszeitpunkt noch nicht bekannt sein konnten. Die ex-ante-Perspektive untersucht damit eine Ausgangssituation. Weiterlesen

Ex post

Ex post – im nachhinein – bezeichnet eine Perspektive für die Betrachtung eines Sachverhalts: Wird ein Sachverhalt aus der Perspektive betrachtet, nachdem er sich ereignet hat, erfolgt dies aus einer ex-post-Perspektive, davor aus einer ex-ante-Perspektive.

Bei einer Betrachtung ex post sind dem Betrachter auch alle später ablaufenden Vorgänge bekannt (“Nachher ist man immer schlauer”). Ein typischer Fall hierfür ist die Beurteilung eines Sachverhalts durch den später über diesen Sachverhalt urteilenden Richter. Weiterlesen

Eo ipso

Eo ipso – aus sich selbst – beschreibt etwas als automatisch, ohne weiteren Grund eintretend.

Eo ipso wird oftmals verwendet, um eine Eigenschaft ohne weitere Begründung zu postulieren.

A priori

A priori – “Vom Früheren her” – wurde in der scholastischen Philosophie als Übersetzung der aristotelischen Unterscheidung zwischen „proteron“ und „hysteron“ – “Bedingung” und “Bedingtes” – verwendet. In der neueren Erkenntnistheorie bezeichnet “a priori” – als Gegensatz zu “a posteriori… Weiterlesen

A posteriori

A posteriori – “Von dem, was nachher kommt” – bezeichnet eine epistemische Eigenschaft von Urteilen: Urteile a posteriori werden – im Gegensatz zu den Urteilen a priori – auf der Basis der Erfahrung gefällt. Entsprechend versteht man unter einem aposteriorisches… Weiterlesen