in lingua latina
Thesaurus (Lexikon)
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Ius poenale (Strafrecht)

Cui bono?

Cui bono? – Wem nützt es? – ist eine Frage, die davon ausgeht, dass der Täter einer Straftat in der Gruppe derjenigen Personen zu suchen ist, die einen Vorteil von der Tat haben.

Conditio sine qua non

Die conditio sine qua non (klassisch: “condicio sine qua non”) – die “Bedingung, ohne die nicht” – ist eine Formel der Äquivalenztheorie, mit der (etwa im Strafrecht) eine Ursache einem Erfolg zugeordnet wird. Die conditio-sine-qua-non-Formel besagt, dass eine Handlung dann… Weiterlesen

Beneficium cohaesionis

Beneficium cohaesionis bezeichnet eine Wirkung von Berufungs- und Revisionsurteilen im Strafrecht: Wenn von mehreren Angeklagten nach der Urteilsverkündung nicht alle in Berufung bzw. Revision gehen, so wird das Urteil gegenüber den Übrigen zunächst einmal rechtskräftig. Wird dann jedoch das Urteil… Weiterlesen

Aut dedere aut iuricare

Aut dedere aut iuridare – “Entweder übergeben oder richten” – beschreibt die völkerrechtiche Verpflichtung eines Staates, einen Verbrecher entweder auszuliefern oder selbst vor Gericht zu stellen.

Animus furandi

Animus furandi – der Wille zu stehlen – ist der für einen Diebstahl erforderliche Vorsatz.

Der animus furandi enthält zwei subjektive Voraussetzungen, die gleichzeitig vorliegen müssen:

  • die Aneignungsabsicht, also die Absicht des Täters, sich eine Sache wenigstens vorübergehend anzueignen, und… Weiterlesen

Animus socii

Der animus socii – der Wille des Gesellschafters – bezeichnet im Strafrecht den Vorsatz des Anstifers oder des Gehilfen, der die Tat nicht als eigene will, sondern sich an der Haupttat eines anderen eben nur beteiligen will. Weiterlesen

Omnimodo facturus

Ein omnimodo facturus (oder alias facturus) ist ein Täter, der bereits fest und unter allen Umständen (omnimodo) entschlossen ist, die Tat zu begehen (facturus).

Strafrechtsdogmatische Probleme ergeben sich, wenn nun ein Anstifter versucht, einen omnimodo facturus zu einer Straftat… Weiterlesen

In dubio pro reo

In dubio pro reo – “Im Zweifel für den Angeklagten” – beschreibt den strafprozessualen Grundsatz, dass ein Angeklagter nicht verurteilt werden darf sondern freizusprechen ist, wenn dem Gericht Zweifel an seiner Schuld verbleiben.

Der Grundsatz “in dubio pro reo” ist… Weiterlesen