in lingua latina
Thesaurus (Lexikon)
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Ius poenale (Strafrecht)

In dubio pro duriore

In dubio pro duriore – im Zweifel für das Härtere – beschreibt die Verpflichtung der Staatsanwaltschaft, auch dann Anklage zu erheben, wenn Zweifel an einer Täterschaft des Beschuldigten bestehen, wenn also bei Abschluss der Ermittlungen sowohl gewichtige Umstände für eine… Weiterlesen

In absentia

In absentia – in Abwesenheit – bezeichnet im Strafprozess eine Verhandlung, die in Abwesenheit des Angeklagten stattfindet bzw. ein Urteil, das in Abwesenheit des Angeklagten gefällt wird.

Die Verhandlung in absentia, d.h. in Abwesenheit des Angeklagten, ist im deutschen Strafprozessrecht… Weiterlesen

Vis absoluta

Vis absoluta – absolute Gewallt – bezeichnet eine willensbrechende Gewalt, bei der – anders als bei der bloß willensbrechenden vis compulsiva – dem Opfer eine freie Willensbetätigung absolut unmöglich gemacht wird, so dass das Opfer keine Möglichkeit des Handelns mehr hat. Weiterlesen

Vis compulsiva

Vis compulsiva – die zwingende Gewalt – bezeichnet eine willensbeugende Gewalt. Bei der vis compulsiva wird das Opfer so beeinflusst, dass es zu einem bestimmten Verhalten – einem Tun oder Unterlassen – veranlasst wird.

Darin unterscheidet sich die vis compulsiva… Weiterlesen

Ultima ratio

Ultima ratio – der letzte Zweck / die äußerste Überlegung – beschreibt den letzten Lösungsweg, nachdem alle anderen ethisch vertretbaren, vernünftigen Lösungen verworfen wurden.

Der Begriff der ultima ratio stammt aus dem Dreißigjährigen Krieg – und in diesem Zusammenhang wurde… Weiterlesen

Subpoena duces tecum

Subpoena duces tecum – unter Strafe führe mit dir – beschreibt eine gerichtliche Auflage in einer Vorladung, bestimmte Sachen oder Beweisstücke vorzulegen („Es ist mitzubringen“). Im angloamerikanischen Recht werden derartige Auflagen auch heute noch als „subpoena“ bezeichnet.

Die Subpoena hat… Weiterlesen

Societas delinquere non potest

Societas delinquere non potest – die Gesellschaft kann sich nicht vergehen – beschreibt den Grundsatz, dass nur natürliche Personen strafbare Handlungen begehen können, während juristische Personen deliktsunfähig sind.

Dieser Grundsatz gilt auch heute noch im Strafrecht, ist allerdings im Ordnungswidrigkeitenrecht… Weiterlesen

Lucrum ex re

Lucrum ex re – den Ertrag aus der Sache – bezeichnet man den in einer Sache verkörperte Sachwert.

Wichtig ist diese Wertbestimmung etwa beim Betrug. Aber auch bei Diebstahl und Unterschlagung kann der lucrum ex re wichtig werden, da eine… Weiterlesen

Se ut dominum gerere

Se ut dominum gerere – sich wie ein Eigentümer aufführen – beschreibt die bei einem Diebstahl oder eine Unterschlagung erforderliche Zueignungsabsicht.

Diese Zueignungsabsicht enthält zwei subjektive Voraussetzungen, die gleichzeitig vorliegen müssen: Weiterlesen