in lingua latina
Thesaurus (Lexikon)
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Praetor

Volenti non fit iniuria

Volenti non fit iniuria – dem Einwilligenden geschieht kein Unrecht – umschreibt den auf Ulpian zurückgehenden Grundsatz, wonach die Einwilligung des Verletzten die Rechtswidrigkeit eines tatbestandsmäßigen Verhalten beseitigt.

Der Grundsatz „Volenti non fit iniuria“ ist ein Ausfluss der jedem mündigen… Weiterlesen

Vis absoluta

Vis absoluta – absolute Gewallt – bezeichnet eine willensbrechende Gewalt, bei der – anders als bei der bloß willensbrechenden vis compulsiva – dem Opfer eine freie Willensbetätigung absolut unmöglich gemacht wird, so dass das Opfer keine Möglichkeit des Handelns mehr hat. Weiterlesen

Vis compulsiva

Vis compulsiva – die zwingende Gewalt – bezeichnet eine willensbeugende Gewalt. Bei der vis compulsiva wird das Opfer so beeinflusst, dass es zu einem bestimmten Verhalten – einem Tun oder Unterlassen – veranlasst wird.

Darin unterscheidet sich die vis compulsiva… Weiterlesen

Ultra vires

Ultra vires – jenseits der Gewalten – beschreibt eine Handlung in Überschreitung der bestehenden Befugnisse.

Die ultra-vires-Lehre stammt ursprünglich aus dem angloamerikanischen Rechtskreis, ist heute aber auch bei uns anerkannt. Nach der ultra-vires-Lehre sind Rechtsgeschäfte, die eine juristische Person des… Weiterlesen

Ultima ratio

Ultima ratio – der letzte Zweck / die äußerste Überlegung – beschreibt den letzten Lösungsweg, nachdem alle anderen ethisch vertretbaren, vernünftigen Lösungen verworfen wurden.

Der Begriff der ultima ratio stammt aus dem Dreißigjährigen Krieg – und in diesem Zusammenhang wurde… Weiterlesen

Turpis causa

Turpis causa – der sittenwidrige Zweck – kennzeichnet einen schändlichen,rechtlich nicht schützenswerten Grund, ein aus diesem Grund geschlossener Vertrag ist sittenwidrig und damit nichtig, § 138 Abs. 1 BGB, eine turpi causa erfolgte Leistung verpflichtet den Empfänger zur Herausgabe, § 817 BGB.

Traditio ex iusta causa

Traditio ex iusta causa – die Übereignung aus einem gerechten Grund – beschreibt einen Übereignungsgrund, der nach der titulus-modus-Lehre in den Fällen benötigt wurde, in denen es an einer entsprechenden schuldrechtlichen Verpflichtung fehlte.

Nach der titulus-modus-Lehre erfolgte die Übereignung durch… Weiterlesen

Titulus-Modus-Lehre

Titulus und modus aquirendi – Rechtsgrund und Übertragungsart – beschreibt die rechtliche Form der Übereignung einer Sache, die heute noch in den meisten Rechtsordnungen gilt, in Deutschland allerdings durch das von Savigny entwickelte Abstraktionsprinzip abgelöst wurde. Nach dem Grundsatz von… Weiterlesen