in lingua latina
Thesaurus (Lexikon)
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Praetor

Iam scies patrem tuum mercedes perdidisse.

„Gleich wirst du wissen, dass dein Vater das Lehrgeld verloren hat.“

Dieser dem römischen Senator Titus Petronius Arbiter, dem Autor des Satyricon, zugeschriebene Aussprach entspricht dem deutschen Sprichwort „Da solltest dir dein Schulgeld wiedergeben lassen!“

In fine

In fine – am Ende – ist eine Fundstellenangabe: die gesuchte Angabe findet sich in fine – am Ende (etwa einer Gesetzesvorschrift oder eines Urteils).

Lex imperfecta

Lex imperfecta – das unvollständige Gesetz – bezeichnet ein Gesetz, dass zwar einen Tatbestand, aber keine Rechtsfolge beschreibt.

Solche legis imperfecta können sowohl ungewollt, etwa aufgrund eines Redaktionsversehens, oder aber auch gewollt – als sanktionsfreie Ordnungsvorschrift – entstehen. Ein Beispiel… Weiterlesen

Lex mercatoria

Das lex mercatoria – das Recht der Kaufleute – beschreibt die mittelalterliche Idee von allgemeinen, kraft Gewohnheitsrechts geltenden Regeln für grenzüberschreitende Rechtsgeschäfte.

Im heutigen internationalen Handelsrecht werden mit diesem Begriff z.T. internationale Handelsbräuche in ihrer Gesamtheit umschrieben („new law merchant“).

Patria Potestas

Patria potestas – die „väterliche Gewalt“ – beschreibt die einheitliche und unbeschränkte Herrschaftsmacht (potestas), die in Rom dem pater familias, dem männlichen Familienoberhaupt, über die Personen und Sachen seiner familia zukam.

Die für das Familienleben im römischen Recht… Weiterlesen

Auctoritas

Auctoritas – Würde, Ansehen, Einfluss – ist ein Wertbegriff, der in der stark meritokratisch geprägten römischen Republik immer dann als Entscheidungsgrundlage diente, wenn es an einschlägigen juristischen Vorschriften ermangelte.

Die Auctoritas begründete in diesen Fällen die Legitimität des politischen oder… Weiterlesen

Potestas

Die potestas – die Macht oder Volllmacht- bezeichnete im römischen Recht eine bestehende Verfügungsgewalt oder Handlungsvollmacht.

Privatrechtlich bedeutsam war insbesondere die patria potestas, die Verfügungsgewalt des männlichen Familienoberhaupts über seine Verwandten und seine Sklaven.

Auch das politische Leben der römischen… Weiterlesen

Tertium non datur

Tertium non datur – ein Drittes gibt es nicht – beschreibt den Satz vom ausgeschlossenen Dritten, oder genauer: das logische Prinzip des zwischen zwei kontradiktionsichen Gegensätzen stehenden ausgeschlossenen Mittleren.

Das „principium exclusi tertii sive medii inter duo contradictoria“ ist ein… Weiterlesen

Lex posterior derogat legi priori

Lex posterior derogat legi priori – das jüngere Gesetz hebt das frühere Gesetz auf – beschreibt einen allgemeinen Rechtsgrundsatz.

Der Grundsatz des lex posterior besagt, dass eine spätere Rechtsnorm einer ältere Norm, die den gleichen Sachverhalt regelt, vorgeht, mithin also… Weiterlesen