in lingua latina
Thesaurus (Lexikon)
A B C D E F G H I L M N O P Q R S T U V

Praetor

Cessio necessaria

Cessio necessaria – der „notwendige Forderungsübergang“.

Die Übertragung einer Forderung ist ihrem Rechtsgrund nach entweder

  • eine freiwillige, eine „cessio voluntaria“ oder
  • eine notwendige, eine „cessio necessaria“.

Der Unterschied findet sich im Willen des Gläubigers: bei der cessio voluntaria tritt der… Weiterlesen

Cessio legis

Cessio legis beschreibt einen Forderungsübergang, der nicht aufgrund etwa einer Abtretung, sondern unmittelbar kraft Gesetzes erfolgt. Bei der cessio legis tritt damit bei vorliegen der gesetzlichen Tatbestandsvoraussetzungen der Zessionar als neuer Gläubiger automatisch an die Stelle des alten Gläubigers, des… Weiterlesen

Cessante ratione legis cessat ipsa lex

Cessante ratione legis cessat ipsa lex beschreibt eine gemeinrechtliche Auslegungsregel: Fällt der Sinn eines Gesetzes (für immer) weg, so fällt das Gesetz selbst weg.

Diese Auslegungsregel ist jedoch mißverständlich, das eine Rechtsnorm Rechtsnorm ohne Aufhebung nur wegfallen kann, wenn die… Weiterlesen

Causa criminalis non praeiudicat civili

Causa criminalis non praeiudicat civili – „Der Strafprozess greift dem Zivilprozess nicht vor.“ – beschreibt den Grundsatz, dass ein Strafprozess den zivilrechtlichen Schadensersatzprozess nicht vorentscheidet. Der Zivilrichter ist an das im Strafverfahren gesprochene Urteil nicht gebunden.

Longa manu traditio

Longa manu traditio – die „Übereignung langer Hand“ – bezeichnet einen Sonderfall der Übereignung einer Sache, bei der der Veräußerer zwar den Besitz an der verkauften Sache, nicht aber den tatsächlichen Gewahrsam über die Sache innehat.

Die Übereignung beweglicher Sachen… Weiterlesen

Brevi manu traditio

Brevi manu traditio – die „Übergabe kurzer Hand“ – bezeichnet die Übereignung einer Sache ohne die gleichzeitige Übergabe der Sache.

Die Übereignung beweglicher Sachen erfolgt nach § 929 BGB grundsätzlich durch Einigung und Übergabe. Es genügt also nicht eine bloße… Weiterlesen

Bonus ac diligens pater familias

Bonus ac diligens pater familias, auch bekannt als „bonus pater familias“ – „der gute (und vorsichtige) Familienvater“ – bezeichnet eine abstrakte Person, die ein Richter als Referenznorm zur Beurteilung eines gewissen Verhaltens benutzt: „Hätte ein guter und vorsichtiger Familienvater auch so gehandelt?“