in lingua latina
Thesaurus (Lexikon)
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Praetor

Ratio legis

Ratio legis – der Sinn des Gesetzes – beschreibt den Zweck und Hauptgedanken einer Rechtsnorm, also den Grund, warum die Rechtsnorm erlassen wurde.

Die ratio legis ist der Kern der sogenannten teleologischen, am Gesetzeszweck orientierten Gesetzesauslegung. Dieser Gesetzeszweck kann jedoch… Weiterlesen

Qui tacet consentire non videtur

Qui tacet consentire non videtur – wer schweigt, scheint nicht zuzustimmen – beschreibt den allgemeinen Rechtsgrundsatz, dass Schweigen keine Willenserklärung darstellt und eine Willenserklärung auch nicht ersetzen kann.

Dieser Grundsatz gilt auch heute noch, erfährt allerdings einige Ausnahmen, so etwa… Weiterlesen

Prohibente domino

Prohibente domino – gegen den verbietenden Geschäftsherrn – beschreibt ein Handeln gegen den Willen des Geschäftsherrn.

Steht die Übernahme der Geschäftsführung mit dem wirklichen oder dem mutmaßlichen Willen des Geschäftsherrn in Widerspruch und musste der Geschäftsführer dies erkennen, so ist… Weiterlesen

Pro forma

Pro forma – für die Form – beschreibt ein Verhalten nur der Form halber, um der Form zu genügen.

So ist eine Proforma-Rechnung etwa eine Rechnung, die aus steuerlichen Gründen oder zu Zollzwecken ausgestellt wird, um den Wert der Warensendung… Weiterlesen

Pro domo

Pro domo – für das Haus – bezeichnet eine Tätigkeit „in eigener Sache“.

Die römische Redewendung „pro domo“ oder „de domo sua“ – vom eigenen Haus – rührt von der oratio pro domo, einer Rede, die Cicero nach seiner Rückkehr… Weiterlesen

Pro bono

Pro bono publico – zum Wohle der Öffentlichkeit – bezeichnet die pro-bono-Tätigkeit etwa eines Rechtsanwalts, die zwar hoffentlich nicht vergebens, wohl aber kostenlos erfolgt.

Prior tempore, potior iure

Prior tempore, potior iure – früher in der Zeit, stärker im Recht – beschreibt das spätere Privilegien ausschließende Prioritätsprinzip.

Dieses Prioritätsprinzip ist auch insbesondere im Bereich der gewerblichen Schutzrechte, etwa bei Patenten und Marken, von Belang.

Im heutigen Sprachgebrauch kennen… Weiterlesen

Prima facie

Prima facie – auf den ersten Anschein – beschreibt eine Methode der mittelbaren Beweisführung, bei der aus bewiesenen Tatsachen mithilfe von anerkannten Erfahrungssätzen ein Rückschluss auf die zu beweisende Tatsache gezogen wird (Anscheinsbeweis, tatsächliche Vermutung).

Ein Anscheinsbeweis kann nur angenommmen… Weiterlesen

Praesumptio iuris

Praesumptio iuris – die rechtliche Vermutung – beschreibt eine (widerlegbare) Beweisführung:

Liegt ein bestimmter Sachverhalt vor, zieht das Gesetz hieraus einen bestimmten Schluss, indem dann vermutet wird, dass etwas Anderes ebenfalls vorliegt. Diese Vermutung greift solange, bis das Gegenteil bewiesen… Weiterlesen

Praesumptio iuris et de iure

Praesumptio iuris et de iure – die rechtliche und von Rechts wegen geltende Vermutung – beschreibt eine (unwiderlegbare) Beweisführung in Form einer Fiktion:

Liegt ein bestimmter Sachverhalt vor, zieht das Gesetz hieraus einen bestimmten Schluss und ordnet unwiderlegbar an, dass… Weiterlesen