in lingua latina
Thesaurus (Lexikon)
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Monatsarchive: August 2012

Missio in possessionem

Missio in possessionem – das Einsetzen in das Vermögen [des Schuldners] – beschreibt die im römischen Recht vorgesehene Einweisung der Gläubiger in das Vermögen des Schuldners zum Zwecke ihrer Befriedigung hieraus.

Neben dieser gerichtlichen Einweisung kannte das römische Recht auch die freiwillige Abtretung seines Vermögens durch den Schuldner, die cessio bonorum, mit der der Schuldner einige ihm nachteilige folgen der Missio in possessionem vermeiden konte. Weiterlesen

Cessio bonorum

Cessio bonorum – die Abtretung der Ehrenmänner – beschrieb im römischen Rechte die durch den zahlungsunfähigen Schuldner vorgenommene Abtretung des Vermögens an seine Gläubiger.

Durch diese freiwillige Vermögensabtretung wurde der Schuldner vor einigen Nachteilen Nachteilen bewahrt, die mit der ansonsten… Weiterlesen

Mutatis mutandis

Mutatis mutandis – nach Änderung des zu Ändernden – beschreibt einen Grundsatz der Analogie:

Eine Analogie kann immer nur unter angemessener Berücksichtigung der Sachverhaltsteile vorgenommen werden, die sich nicht mit dem analog anzuwendenden Grundsatz decken: mit den nötigen Änderungen.

Die… Weiterlesen

Mora debitoris

Mora debitoris – der Verzug des Schuldners – bezeichnet den heute in den §§ 286 ff. BGB geregelten Schuldnerverzug.

Leistet der Schuldner auf eine nach Fälligkeit erfolgte Mahnung des Gläubigers nicht, so kommt er durch die Mahnung in Verzug, §… Weiterlesen

Mora creditoris

Mora creditoris – der Verzug des Gläubigers – bezeichnet den heute in den §§ 293 ff. BGB geregelten Gläubigerverzug bzw. Annahmeverzug.

Nach § 293 BGB kommt der Gläubiger in Verzug, wenn er die ihm – ordnungsgemäß und tatsächlich – angebotene… Weiterlesen

Mobilia sequuntur personam

Mobilia sequuntur personam – bewegliche Sachen folgen der Person – ist ein römischrechtlicher Grundsatz, wonach bewegliche Sachen, die eine Person mit sich führt, dem auf die Person anwendbaren Recht unterliegen.

Heute richtet sich das Sachenrecht nicht mehr nach der Person… Weiterlesen

Minima non curat praetor

Minima nun curat praetor – Um Kleinigkeiten kümmert sich der Richter nicht – war ein Grundsatz des römischen Rechts, wonach geringfügige Rechtsverstöße vom praetor, dem Strafrichter, nicht geahndet wurden.

Heute findet sich dieser Grundsatz noch in den §§ 153 ff.StPO,… Weiterlesen

Mandamus

Mandamus – wir ordnen an – kennzeichnet eine gerichtliche Anordnung, die kein Endurteil im Hauptprozess ist.

Dies umfasst etwa:

  • Maßnahmen des vorläufigen Rechtsschutzes
  • die Anordnung der Vorlage von Akten
  • die Haftprüfung (mandamus habeas corpus)

Mancipatio

Die mancipatio – die Manzipation – bezeichnete im römischen Recht ein abstraktes Verfügungsritual. Heute wird die mancipatio verstanden als Grundgedanke des abstrakten Verfügungsgeschäfts.

Im römischen Recht folgte die mancipatio (abgeleitet aus manus capere – die Hand ergreifen) einem festgelegten, schon… Weiterlesen

Luxuria

Luxuria – der Übermut – beschreibt – in Abgrenzung zur neglegentia – die bewusste Fahrlässigkeit.

Bei der luxuria, der bewussten Fahrlässigkeit, rechnet der Handelnde zwar mit dem möglichen Eintritt eines (strafrechtlich relevanten) Erfolges, vertraut aber pflichtwidrig und vorwerfbar darauf, dass… Weiterlesen

Neglegentia

Neglegentia – die Unachtsamkeit – beschreibt – in Abgrenzung zur luxuria – die unbewusste Fahrlässigkeit als niedrigste Stufe des Verschuldens.

Anders als bei der luxuria, der bewussten Fahrlässigkeit, sieht der Täter bei der neglegentia, der unbewussten Fahrlässigkeit, den Erfolg nicht… Weiterlesen

Lucidum intervallum

Lucidum intervallum – der helle Moment – beschreibt einen Zeitpunkt, in dem eine Person mit geistiger Beeinträchtigung trotz der normalerweise vorliegenden Bewusstseinsstörung doch im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte ist.

Dabei verwendet die Rechtswissenschaft diesen Begriff durchaus abweichend von der medizinischen… Weiterlesen