in lingua latina
Thesaurus (Lexikon)
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Monatsarchive: August 2012

Non decipitur, qui scit se decipi

Non decipitur, qui scit se decipi. – Derjenige wird nicht getäuscht, der weiß, das er getäuscht wird.“ – beschreibt eine auf den römischen Juristen Ulpian zurückgehende Rechtsregel, wonach im Rechtssinne bereits der objektive Tatbestand einer Täuschungshandlung ausgeschlossen ist, da der „Getäuschten“ ja gerade keinem Irrtum unterliegt. Weiterlesen

Nolo contendere

Nolo contendere – ich will nicht streiten – bedeutet, dass ein Partei eine bestimmte Position ohne Anerkenntnis einer Rechtspflicht einräumt oder zugesteht.

Diese Wendung ist heute im angloamerikanischen Strafprozess als Plea of nolo contendere geläufig, wo sie besagt, dass der… Weiterlesen

Nolle prosequi

Nolle prosequi – das nicht wollen der Verfolgung – beschreibt die Zurücknahme der Klage, das Einstellen des Verfahrens.

Negativa non sunt probanda

Negativa non sunt probanda – fehlende Umstände (negative Tatsachen) sind nicht zu beweisen – beschreibt einen allgemeinen Grundsatz des Prozessrechts: Da es kaum zu beweisen ist, dass ein bestimmter Umstand nicht vorliegt, obliegt die Beweislast der andere Partei, die behauptet,… Weiterlesen

Nec vi, nec clam, nec precario

Nec vi, nec clam, nec precario – nicht durch Gewalt, nicht heimlich, nicht durch Anflehen – beschreibt im römischen Rechtsverständnis die Voraussetzungen des fehlerfreien, echten Besitzes.

Heute finden sich ähnliche Bestimmungen in den Regeln zur Besitzstörung und zur verbotenen Eigenmacht, § 858 BGB.

Reformatio in peius

Reformatio in peius – die Änderung zum Schlechten (die Verschlechterung, Verböserung) – beschreibt – als Ausfluss der Dispositionsmaxime – den juristischen Grundsatz, dass ein Urteil auf ein Rechtsmittel hin nicht zulasten des Rechtsmittelführers – und ein Verwaltungsakt nicht zulasten des Widerspruchsführers – verbösert, also belastender gestaltet werden darf. Weiterlesen

Nasciturus

Nasciturus – der Geborenwerdende – beschreibt das bereits gezeugte, aber noch ungeborene Kind, die Leibesfrucht, als Rechtssubjekt, d.h. als Träger von Rechten.

Als Nasciturus wird ein menschlicher Embryo ab dem Zeitpunkt der Nidation, der Einnistung in die Gebärmutterschleimhaut, bezeichnet.

Ein… Weiterlesen