in lingua latina
Thesaurus (Lexikon)
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Monatsarchive: August 2012

Omnis condemnatio pecunaria est

Omnis condemnatio pecunaria est – Jede Verurteilung besteht in Geld – beschreibt einen Grundsatz des römischen Zivilprozesses.

Demgegenüber kann heute eine Verurteilung auch auf die Lieferung von Sachen, die Abgabe einer Willenerklärung oder die Vornahme oder Unterlassung einer Handlung lauten.

Obligatio est vinculum iuris quo necessitate adstringimur

Obligatio est vinculum iuris quo necessitate adstringimur – das Schuldverhältnis ist ein Rechtsband, durch welches wir nach Notwendigkeit (miteinander) verbunden sind – ist die römischrechtliche Definition eines Schuldverhältnisses.

Definition des Schuldverhältnisses

Heute wird ein Schuldverhältnis allgemein nach § 241 BGB… Weiterlesen

Nulli enim res sua servit

Nulli res sua servit – denn die eigene Sache dient niemandem – beschreibt das römisch-rechtlichen Verbot des Eigentümerservituts: Niemand kann den eigenen Grund und Boden zugunsten eines anderen ihm ebenfalls gehörenden Grundstücks mit einer Dienstbarkeit belasten.

In re commmuni nemo… Weiterlesen

Nulla poena sine lege praevia

Nulla poena sine lege praevia – keine Strafe ohne vorheriges Gesetz – ist ein Ausfluss des Feuerbach’schen Grundsatzes nulla poena sine lege, wonach eine Handlung nur strafbar ist, wenn die Strafbarkeit bereits vor Begehung der Tat bestimmt war. Dies schließt eine rückwirkende Anwendung von Straftatbeständen grundsätzlich aus.

Der Grundsatz nulla poena sine lege praevia ist heute nicht nur in § 1 StGB normiert sondern auch in Art. 103 Abs. 3 GG als Justizgrundrecht gewährleistet. Weiterlesen