in lingua latina
Thesaurus (Lexikon)
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Monatsarchive: Juli 2012

Institutiones

Institutiones war der Titel zweier juristischer Lehrbücher zum römischen Recht, nämlich:

  • den Institutiones des Gaius, die in der Mitte des 2. Jahrhunderts n. Chr. niedergeschrieben wurden und später als Vorlage für die Institutiones Iustiniani dienten, und
  • den Institutiones Iustiniani, die… Weiterlesen

Usus modernus

Usus modernus – oder genauer: usus modernus pandectarum – bezeichnet eine Epoche der deutschen Rechtsentwicklung im 17. und 18. Jahrhundert.

Usus bezeichnet die längere Anwendung einer Regel, die hieraus Gewohnheitsrecht entstehen lässt. Der usus modernus schlug so eine argumentative Brücke… Weiterlesen

Corpus Iuris Civilis

Der Corpus Iuris Civilis – der „Bestand des zivilen Rechts – ist das auf Veranlassung des oströmischen Kaisers Justinian I. in den Jahren 528 bis 534 n.Chr. zusammengestellte Gesetzwerk.

Vor dem historischen Hintergrund des seinerzeit als unaufhaltsam wahrgenommenen Einflussverlustes der… Weiterlesen

Praeter legem

Praeter legem – am Gesetz vorbei – bezeichnet eine Rechtsansicht, die am (geschriebenen) Gesetz vorbeigeht, die sich zwar nicht über den Wortlaut der Norm hinwegsetzt, gleichwohl aber nicht mehr vom Wortsinn der Norm gedeckt ist.

Rechtsfortbildungen praeter legem werden teilweise… Weiterlesen

Contra legem

Contra legem – gegen das Gesetz – bezeichnet eine Rechtsfortbildung oder ein Urteil, dass sich über den ausdrücklichen Wortlaut einer Norm hinwegsetzt.

Contra legem bezeichnet damit eine Rechtsfortbildung, eine Entscheidung oder ein Vorgehen, die mit dem geltenden Gesetz nicht zu… Weiterlesen

Conditio sine qua non

Die conditio sine qua non (klassisch: „condicio sine qua non“) – die „Bedingung, ohne die nicht“ – ist eine Formel der Äquivalenztheorie, mit der (etwa im Strafrecht) eine Ursache einem Erfolg zugeordnet wird. Die conditio-sine-qua-non-Formel besagt, dass eine Handlung dann… Weiterlesen

Condictio ex lege

Die condictio ex lege – die Rückforderung aus dem Gesetz – bezeichnet im römischen Formularprozess die Klage aus einem neuen Zivilgesetz, dass für einen bestimmten Tatbestand einen neuen Anspruch zugesteht ohne die Klageart zu bezeichnen.

Die condictio ex lege war… Weiterlesen

Condictio ex paenitentia

Die condictio ex paenitentia – die Rückforderung aus Reue – bezeichnete ursprünglich eine Rückforderung, wenn sich der Geber den Rücktritt für den Fall vorbehalten hat, dass der mit der Leistung bezweckte Erfolg nicht eintritt.

Den (namensgebenden) Hauptfall der condictio ex… Weiterlesen

Condictio triticaria

Die condictio triticaria beschrieb im römischen Formularprozess die Klage des Darlehnsgebers gegen den Darlehnsnehmer, mit welcher der Darlehnsgeber ein gewährtes Getreidedarlehn zurückforderte.

Dies wurde später verallgemeinert für alle Klagen, mit der bewegliche Sachen in gleicher Menge und gleicher Qualität zurückgefordert wurde.