in lingua latina
Thesaurus (Lexikon)
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Monatsarchive: Juli 2012

Do ut des

Do ut des – Ich gebe, damit du gibst – ist nicht nur ein Grundsatz des sozialen Verhaltens sondern auch eine Rechtsformel, welche die Annahme eines synallagmatischen – also eines auf gegenseitigem Nehmen und Geben beruhenden – Leistungsverhältnisses bezeichnet.

Der… Weiterlesen

Dies ad quem

Dies ad quem – der Tag, zu dem – oder genauer: dies ad quem computatur – der Tag, zu dem gerechnet wird – bezeichnet den letzten Tag einer Frist, den Tag des Fristablaufs.

Der Tag des Fristendes wird heute nach… Weiterlesen

Dies a quo

Dies a quo – „Der Tag, von dem“ – bezeichnet den Tag, an dem eine Frist beginnt.

Der dies a quo ist dabei regelmäßig ein Tag, von dem nicht gerechnet wird, denn ist für den Anfang einer Frist ein Ereignis… Weiterlesen

Dicta et promissa

Dicta et promissa – „Gesagtes und Versprochenes“ – bezeichnet eine ausdrückliche Zusicherung, für die der Zusichernde eine besondere Haftung übernimmt.

Ein Beispiel hierfür ist die Beschaffenheits- und Haltbarkeitsgarantie beim Kaufvertrag, § 443 BGB.

Desponsatio

Die Verlobung.

Die Verlobung ist heute geregelt in den §§ 1297 – 1302 BGB. Aus einem Verlöbnis kann nicht auf Eingehung der Ehe geklagt werden, § 1297 BGB. Und auch das Versprechen einer Vertragsstrafe für den Fall, dass die… Weiterlesen

Derelictio

Der Rechtsbegriff derelictio – Eigentumsaufgabe – bezeichnet die Aufgabe des Eigentums an einer Sache durch ihren Eigentümer.

Die Dereliktion erfolgt bei beweglichen Sachen durch Besitzaufgabe mit dem Willen, das Eigentum erlöschen zu lassen, § 959 BGB. Durch die Dereliktion… Weiterlesen

De iure

De iure (oder: de jure) – nach dem Gesetz – bezeichnet den gesetzlichen Soll-Zustand, also den Zustand, der nach dem geltenden Gesetz offiziell (amtlich) bestehen sollte.

Der Begriff de iure bezeichnet damit den begrifflichen Gegensatz zu „de facto„. Weiterlesen

De facto

De facto – nach den Tatsachen – kennzeichnet einen Umstand, der weit verbreitet und allgemein anerkannt ist, auch wenn er nicht rechtlich formal – de jure – festgelegt ist.

De iure und de facto bilden dabei ein Begriffspaar: Weiterlesen

Cessio

Cessio – die Abtretung – bezeichnet die Übertragung einer Forderung von dem bisherigen, übertragenden Gläubiger („Zedent“) auf den neuen, empfangenden Gläubiger („Zessionar“) aufgrund eines Vertrages zwischen Zedent und Zessionar. Vermittels dieser Abtretung wird der Zessionar neuer Gläubiger der Forderung.

Das… Weiterlesen

Debitor

Debitor – der Schuldner – bezeichnet im Rechnungswesen den Schuldner einer Forderung aus Lieferung und Leistung, also den Schuldner eines Lieferantenkredits oder eines sonstigen Warenkredits.

Komplementär hierzu bezeichnet „Kreditor“ den Gläubiger einer solchen Forderung.

Debet

Debet – „Er schuldet“ – bezeichnet heute kaufmännisch die Forderungsseite (Sollseite) eines Kontokorrents.

Delegatus non potest delegare

Delegatus non potest delegare – Ein Delegierter kann nicht delegieren – bezeichnet die Regel, dass ein Bevollmächtigter grundsätzlich keine Untervollmacht erteilen darf, es sei denn, dass die Vollmacht ausdrücklich auch das Recht zur Erteilung einer Untervollmacht enthält.

Diese Regel ist… Weiterlesen