in lingua latina
Thesaurus (Lexikon)
A B C D E F G H I L M N O P Q R S T U V

Monatsarchive: Juli 2012

Longa manu traditio

Longa manu traditio – die „Übereignung langer Hand“ – bezeichnet einen Sonderfall der Übereignung einer Sache, bei der der Veräußerer zwar den Besitz an der verkauften Sache, nicht aber den tatsächlichen Gewahrsam über die Sache innehat.

Die Übereignung beweglicher Sachen… Weiterlesen

Brevi manu traditio

Brevi manu traditio – die „Übergabe kurzer Hand“ – bezeichnet die Übereignung einer Sache ohne die gleichzeitige Übergabe der Sache.

Die Übereignung beweglicher Sachen erfolgt nach § 929 BGB grundsätzlich durch Einigung und Übergabe. Es genügt also nicht eine bloße… Weiterlesen

Bonus ac diligens pater familias

Bonus ac diligens pater familias, auch bekannt als „bonus pater familias“ – „der gute (und vorsichtige) Familienvater“ – bezeichnet eine abstrakte Person, die ein Richter als Referenznorm zur Beurteilung eines gewissen Verhaltens benutzt: „Hätte ein guter und vorsichtiger Familienvater auch so gehandelt?“

Bonus pater familias

Bonus pater familias, auch bekannt als „bonus ac diligens pater familias“ – „der gute (und vorsichtige) Familienvater“ – bezeichnet eine abstrakte Person, die ein Richter als Referenznorm zur Beurteilung eines gewissen Verhaltens benutzt: „Hätte ein guter und vorsichtiger Familienvater auch so gehandelt?“

Mala fide

Mala fide – der schlechte Glaube – bezeichnet die Bösgläubigkeit.

Das Recht kennt in vielen Fällen den Schutz des „bona fides“ des Guten Glaubens. Wer „bona fide“, gutgläubig, ist, ist etwa beim Erwerb von Sachen, die dem Veräußerer nicht gehören,… Weiterlesen

Benigna interpretatio

Benigna interpretatio – der Grundsatz der wohlwollenden Auslegung – ist eine Auslegungsregel für letztwillige Verfügungen.

Die benigna interpretatio gehen von der Überlegung aus, dass es einem Erblasser bei der Abfassung seines Testaments weniger auf den rechtstechnischen Weg denn auf den… Weiterlesen

Beneficium cohaesionis

Beneficium cohaesionis bezeichnet eine Wirkung von Berufungs- und Revisionsurteilen im Strafrecht: Wenn von mehreren Angeklagten nach der Urteilsverkündung nicht alle in Berufung bzw. Revision gehen, so wird das Urteil gegenüber den Übrigen zunächst einmal rechtskräftig. Wird dann jedoch das Urteil… Weiterlesen

Aut dedere aut iuricare

Aut dedere aut iuridare – „Entweder übergeben oder richten“ – beschreibt die völkerrechtiche Verpflichtung eines Staates, einen Verbrecher entweder auszuliefern oder selbst vor Gericht zu stellen.

Numerius Negidius

Numerius Negidius war im römischen Klageformular der Platzhalter für den Namen des Beklagten, vergleichbar unserem heutigen „Max Mustermann“.

Der entsprechende Platzhalter für den Namen des Klägers wurde im römischen Klageformular als Aulus Agerius bezeichnet .

Aulus Agerius

Aulus Agerius war im römischen Klageformular der Platzhalter für den Namen des Klägers, vergleichbar unserem heutigen „Max Mustermann“.

Der entsprechende Platzhalter für den Namen des Beklagten wurde im römischen Klageformular als Numerius Negidius bezeichnet.

Audiatur et altera pars

Audiatur et altera pars – „Man höre auch die andere Seite“ – beschreibt den ein bereits im dem römischen Recht bekannten Anspruch auf rechtliches Gehör (Parteiengehör). In modernen Rechtsordnungen ist dieser Grundsatz regelmäßig als zentrales Verfahrensgrundrecht ausgestaltet. Audiatur et altera… Weiterlesen

Petitio principii

Die petitio principii – die Berufung auf den Beweisgrund – ist ein Scheinbeweis, ein circulus in demonstrando bzw. circulus in probando, da hierbei versucht wird, eine Behauptung durch Aussagen zu beweisen, in denen die Behauptung bereits als wahr vorausgesetzt wird.… Weiterlesen

Argumentum e contrario

Argumentum e contrario – der Schluss vom Gegenteil aus – beschreibt in der juristischen Methodenlehre den Umkehrschluss.

Hierzu wird bei der Auslegung einer Rechtsnorm aus einer offenbar geplanten Regelungslücke gefolgter, dass der ungeregelte Sachverhalt nicht durch eine Analogie mit der… Weiterlesen

Argumentum a fortiori

Argumentum a fortiori – der Schluss vom Stärkeren her – beschreibt einen logischer Analogieschluss (Größenschluss), bei dem eine Behauptung bewiesen werden soll durch eine schon bewiesene stärkere Behauptung.

Das argumentum a fortiori ist ein „Erst-recht-Schluss“: Wenn dies gilt, muss erst… Weiterlesen

Argumentum ad absurdum

Argumentum ad absurdum – der Schluss aus dem Absurden – beschreibt den Schluss von einem absurden Ergebnis auf die falsche Auslegung. Beim argumentum ad absurdum wird die Auslegung einer Norm also im Hinblick darauf verworfen, dass diese Auslegung (zumindest in… Weiterlesen