in lingua latina
Thesaurus (Lexikon)
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Monatsarchive: Juli 2012

Ius respondendi

Ius respondendi ex auctoritate principis – das Recht, mit kaiserlicher Autorität eine Antwort zu geben – war das vom Kaiser an herausragende römische Juristen verliehenen Recht, auf Rechtsfragen durch rechtsverbindliche Gutachten zu antworten.

Das ius respondendi ist seit Kaiser Augustus… Weiterlesen

Leges duodecim tabularum

Leges duodecim tabularum – das Zwölftafelgesetz – ist eine in Rom um das 450 v. Chr. entstandene Gesetzessammlung. Ihren Namen erhielt diese Gesetzessammlung dadurch, dass sie auf zwölf hölzernen Tafeln verzeichnet war, die auf dem Forum Romanum ausgestellt waren.

Das… Weiterlesen

Mos maiorum

Mos maiorum – die Sitte der Vorfahren – bezeichnete im Römischen Rechtsverständnis die traditionellen Verhaltensweisen und Gebräuche.

Zum mos maiorum zählten nach Cato:

  • labor- die Mühe und Arbeit, die jeder Bürger für die res publica aufbringen soll,
  • iustitia – die… Weiterlesen

Ius civile

Ius civile – das Recht der Bürger – bezeichnet in der heutigen Rechtssprache das spezifische Zivilrecht eines bestimmten Landes.

Dagegen verstand die römische Rechtssprache unter ius civile die Gesamtheit der Rechtsnormen, die ausschließlich auf römische Bürger anwendbar waren – das… Weiterlesen

Ius naturale

Ius naturale – das Naturrecht – bezeichnet in der Rechtsphilosophie das überpositive Recht, also dasjenige Recht, das noch über dem gesetzten (positiven) Recht steht.

Damit versteht sich die Naturrechtslehre als Gegenpol zum Rechtspositivismus. Ihr liegt die Überzeugung zugrunde, dass jeder… Weiterlesen

Ius dispositivum

Das Ius dispositivum – das abbedingbare Recht – umfasst diejenigen rechtlichen Normen, die durch den Willen beider Vertragspartei (oder im Staatsrecht: einer Partei) abgeändert werden können.

Ius dispositivum, disponibles Recht, findet sich insbesondere im Zivilrecht, wo im Hinblick auf die… Weiterlesen

Ius strictum

Ius strictum – das strenge Recht – kennzeichnet eine wortgetreue Rechtsanwendung der bestehenden Gesetze ohne weitere Rücksichtnahme auf die Besonderheiten des Einzelfalls.

Ius strictum ist damit ein Recht im objektiven Sinne, das für einen eindeutigen Sachverhalt eine konkrete Rechtsfolge anordnet.… Weiterlesen

In medias res

In medias res – „mitten hinein in die Sachen“ oder sinngemäß „in voranschreitender Handlung“ – beschreibt die (viel zu seltene) Fähigkeit, ohne Umschweife zur Sache zu kommen.

In medias res bezeichnet Schilderungen, die nicht am Anfang („ab ovo„) beginnen, sondern dort, wo das Geschehen wichtig wird. „In medias res“ ist ein Begriff aus der Ars poetica von Horaz. Weiterlesen

In limine litis

In limine litis – vor der Streitsache – umschreibt im römischen Formularprozess die Gesamtheit der Formalitäten, die zu Beginn des Prozesses erfüllt sein müssen.

In iudicando criminosa est celeritas

In iudicando criminosa est celeritas – beim Richten ist Eile ein Verbrechen – beschreibt entgegen ersten Vermutungen nicht die Dauer vieler Gerichtsprozesse. Stattdessen gibt hier der römische Autor Publilius Syrus den Richtern den Rat, ihr Urteil nicht übereilt zu treffen. Weiterlesen

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